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Welche Vitamine sollte man in der Schwangerschaft supplementieren?

Dietetyka i suplementacja
Zdrowie
24.10.2025
 

Während der Schwangerschaft, wenn der Körper der Mutter mit der zwei- oder sogar dreifachen Belastung arbeitet, ergeben sich viele Fragen rund um Ernährung und Gesundheit. Eines der häufigsten Themen, das werdende Eltern beschäftigt, ist die Frage nach der richtigen Supplementierung. Daher stellt sich die Frage, welche Vitamine man in der Schwangerschaft einnehmen sollte, um sowohl den eigenen Körper als auch die gesunde Entwicklung des Kindes zu unterstützen. Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort, da jede Schwangerschaft anders ist. Es gibt jedoch allgemeine Richtlinien und Empfehlungen, die dabei helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Unser Artikel geht näher auf dieses Thema ein – wir laden Sie herzlich zum Lesen ein!

Warum ist die Einnahme von Vitaminen in der Schwangerschaft wichtig?

Während der Schwangerschaft durchläuft der Körper einer Frau intensive Veränderungen. Der Bedarf an zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen steigt, die nicht nur für die Gesundheit der werdenden Mutter, sondern auch für die richtige Entwicklung des Fötus unerlässlich sind. Eine sorgfältig durchgeführte Supplementierung bietet zusätzliche Unterstützung. Sie hilft, viele gefährliche Mangelerscheinungen zu verhindern, die zu Komplikationen führen können, wie etwa Neuralrohrdefekten beim Kind, Anämie bei der Mutter, einer Frühgeburt oder sogar einem erhöhten Fehlgeburtsrisiko.

Welche Vitamine sollte man in der Schwangerschaft einnehmen?

Die Richtlinien zur Supplementierung in Polen sind eindeutig. Die Polnische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (PTGiP) hat festgelegt, welche Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere empfohlen werden. An erster Stelle stehen Folsäure, Vitamin D, Vitamin B12 sowie Eisen, Jod und DHA.

Folsäure

Folsäure ist für die richtige Entwicklung des Fötus absolut unerlässlich. Es wird empfohlen, bereits in der Phase der Schwangerschaftsplanung damit zu beginnen, mindestens drei Monate vor der Empfängnis. Ein ausreichender Folatspiegel im Körper der Mutter verringert das Risiko von Neuralrohrdefekten und schweren angeborenen Fehlbildungen beim Kind, wie etwa Spina bifida oder Anenzephalie. Bei der Schwangeren senkt Folsäure außerdem das Risiko für Thrombosen und Anämie. Es ist wichtig zu beachten, dass die Dosierung, insbesondere in der Zeit vor der Empfängnis und im ersten Trimester, den Empfehlungen des Arztes entsprechen sollte.

Vitamin B12

Ein Mangel an diesem Vitamin im Körper der Mutter kann zu einer megaloblastären Anämie führen. Er steht außerdem mit einem erhöhten Risiko für angeborene Fehlbildungen beim Fötus in Verbindung, insbesondere solchen, die die Entwicklung des Nervensystems betreffen. Vitamin B12 spielt zudem eine wichtige Rolle bei der DNA-Synthese und der normalen Bildung roter Blutkörperchen.

Vitamin D3

Vitamin D3 reguliert den Calcium-Phosphat-Haushalt bei der Schwangeren. Dadurch unterstützt es die gesunde Entwicklung der Knochen und Zähne des Kindes. Ein Mangel bei der Mutter kann zu einer Demineralisierung der Knochen und beim Neugeborenen zu Rachitis führen. Außerdem beeinflusst es das Immunsystem. Besonderes Augenmerk sollte man darauf im polnischen Klima legen, in dem ein D3-Mangel sehr häufig vorkommt.

schwangere Frauschwangere Frau

Was sollte man in der Schwangerschaft außer Vitaminen noch supplementieren?

Die Liste der in der Schwangerschaft empfohlenen Stoffe beschränkt sich nicht ausschließlich auf Vitamine. Es gibt auch andere Elemente und Verbindungen, deren ausreichender Spiegel im Körper der Mutter großen Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft und die Entwicklung des Fötus hat.

Eisen

Eisenmangel ist bei Schwangeren weit verbreitet und führt zu Anämie, Schwäche und einem Rückgang der Energie. Ein zu niedriger Spiegel dieses Elements bei der Mutter steht außerdem mit einem erhöhten Risiko für eine Frühgeburt und ein niedriges Geburtsgewicht des Kindes in Verbindung. Daher ist eine Supplementierung häufig notwendig, insbesondere nach der 16. Schwangerschaftswoche.

Jod

Jod ist für die normale Funktion der Schilddrüse unerlässlich. Es unterstützt auch die gesunde Entwicklung des Gehirns des Kindes. Ein Jodmangel in der Ernährung der Schwangeren erhöht das Risiko einer geistigen und körperlichen Entwicklungsstörung beim Kind. Bei der Mutter kann ein Mangel dieses Elements hingegen zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen.

DHA-Fettsäuren

Sie gehören zu den wichtigsten Bestandteilen, die dem Körper zugeführt werden sollten, insbesondere ab dem zweiten Trimester der Schwangerschaft. Ein ausreichender DHA-Spiegel im Körper der Mutter verlängert die Schwangerschaftsdauer, unterstützt die psychomotorische Entwicklung des Kindes und senkt das Risiko einer postpartalen Depression.

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Welche Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere sollte man wählen? Empfehlungen und Dosierung

Schwangere greifen häufig zu fertigen Multivitaminpräparaten. Man sollte jedoch bedenken, dass ein Vorgehen nach dem Motto „für alle Fälle“ gemäß den Empfehlungen der meisten wissenschaftlichen Fachgesellschaften nicht empfohlen wird. Die Grundlage für die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen ist immer eine ausgewogene Ernährung. Nahrungsergänzungsmittel sollten hingegen gezielt, nach Rücksprache mit dem Arzt und auf Grundlage von Untersuchungsergebnissen ausgewählt werden. Im Folgenden stellen wir die Empfehlungen für die einzelnen Trimester der Schwangerschaft vor.

Welche Vitamine für Schwangere im 1. Trimester?

Die Richtwerte für Vitamine und Mineralstoffe im ersten Trimester der Schwangerschaft lauten wie folgt.

  • Folate (5-MTHF/Folsäure): 400–800 µg/Tag (auch in kombinierter Form). Bei einem BMI über 30 und einem niedrigen Folatspiegel im Blut wird die Dosis erhöht.
  • Vitamin D: 1500–2000 IU/Tag, möglichst nach Bestimmung des Blutspiegels. Bei einem BMI über 30 kann die Dosis nach Rücksprache mit dem Arzt erhöht werden.
  • DHA: ≥ 200 mg/Tag. Bei geringem Fischverzehr oder einem Risiko für eine Frühgeburt wird eine Erhöhung der Dosis empfohlen.
  • Jod: 150 µg/Tag, sofern keine Schilddrüsenerkrankung vorliegt.
  • Eisen: Eine routinemäßige Einnahme wird nicht empfohlen. Eine Supplementierung vor der 16. Schwangerschaftswoche sollte ausschließlich bei nachgewiesener Anämie erfolgen.

schwangere Frau

Welche Vitamine im 2. Trimester der Schwangerschaft?

Mineralstoffe und Vitamine für Schwangere sollten im 2. Trimester gemäß den folgenden Empfehlungen eingenommen werden.

  • Folate: 600–800 µg/Tag.
  • Vitamin D: 1500–2000 IU/Tag.
  • DHA: ≥ 200 mg/Tag.
  • Jod: 150 µg/Tag.
  • Eisen: Blutbild und Ferritin müssen überwacht werden. Bei einer Ferritinkonzentration unter 60 µg/L werden 30 mg Eisen pro Tag empfohlen.

Welche Vitamine für Schwangere im 3. Trimester?

Wie im vorherigen Zeitraum sollten Vitamine für Schwangere im 3. Trimester gemäß konkreten Richtlinien supplementiert werden.

  • Folate: 600–800 µg/Tag.
  • Vitamin D: 1500–2000 IU/Tag.
  • DHA: ≥ 200 mg/Tag.
  • Jod: 150 µg/Tag.
  • Eisen: Eine Supplementierung mit 30 mg Eisen pro Tag wird empfohlen, wenn die Ferritinkonzentration unter 60 µg/L liegt.

Supplementierung – gezielt statt aus Gewohnheit

Eine richtige Supplementierung in der Schwangerschaft ist ein äußerst wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge für Mutter und Kind. Wie jedoch zu sehen ist, bedeutet sie nicht, gedankenlos zu fertigen Vitaminkombinationen zu greifen. Eine ausgewogene Ernährung sollte die Grundlage bilden, während Nahrungsergänzungsmittel sorgfältig ausgewählt werden sollten. Jede Schwangerschaft ist anders. Daher ist eine individuelle Rücksprache mit dem Arzt stets die beste Lösung. Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse kann er dabei helfen, einen Supplementierungsplan passend zu den konkreten Bedürfnissen zusammenzustellen.